Aufgeschnittene Biskuitrolle mit dunkler Mohnfüllung und weißer Sahneschicht, mit Puderzucker bestäubt auf dunklem Brett

Biskuitrolle mit Mohnfüllung

Eine Biskuitrolle mit echter Mohnfüllung ist dunkel, saftig und angenehm herzhaft-süß – ein Kuchen für alle, die es nicht zu zuckrig mögen. Der gemahlene Mohn quillt in heißer Milch auf und wird mit Hartweizengrieß zu einer streichfähigen, dichten Masse gebunden, die zwischen dem hellen Biskuit wunderbar kontrastiert. Ein Löffel Honig und Zitronenabrieb nehmen dem Mohn die Bitterkeit. Klassisch österreichisch inspiriert und trotzdem in gut einer Stunde auf dem Tisch.

12 ScheibenPortionen
40 MinVorbereitung
12 MinBackzeit
52 MinGesamt

Warum dieses Rezept

  • Echte Mohnfüllung statt Mohnback aus der Dose
  • Dunkle, saftige Schicht mit heller Sahne im Kontrast
  • Nicht zu süß – Honig und Zitrone geben die Tiefe
  • Die Füllung lässt sich einen Tag vorher kochen
Biskuitrolle mit Mohnfüllung — Zutaten

Zutaten

  • Für die Mohnfüllung:
  • 200 g Mohn, gemahlen
  • 300 ml Vollmilch
  • 60 g Zucker
  • 2 EL Honig
  • 30 g Hartweizengrieß
  • 20 g Butter
  • Abrieb von 1 Bio-Zitrone
  • 1 Prise gemahlener Zimt
  • Für den Biskuit:
  • 4 Eier (Größe M), getrennt
  • 110 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Weizenmehl (Type 405)
  • 20 g Speisestärke
  • Für die Sahneschicht:
  • 200 g Schlagsahne, sehr kalt
  • 1 Pck. Sahnesteif
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • Zum Bestäuben:
  • 2 EL Puderzucker
Biskuitrolle mit Mohnfüllung — Zubereitung

Zubereitung

  1. Die Milch mit Zucker und Honig aufkochen, vom Herd nehmen und den gemahlenen Mohn einrühren. Zugedeckt 20 Minuten quellen lassen – die Masse wird dabei deutlich dicker und der Mohn verliert seinen rohen Geschmack.
  2. Die gequollene Mohnmasse zurück auf mittlere Hitze setzen, den Hartweizengrieß einrieseln lassen und unter Rühren 3 bis 4 Minuten köcheln, bis eine dicke, streichfähige Paste entsteht. Butter, Zitronenabrieb und Zimt einrühren und die Füllung vollständig abkühlen lassen.
  3. Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech (30 x 40 cm) mit Backpapier auslegen.
  4. Die Eiweiße mit Salz und 40 g des Zuckers zu festem, glänzendem Schnee schlagen. Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker 4 Minuten hell und dick aufschlagen.
  5. Mehl und Speisestärke über die Eigelbmasse sieben, den Eischnee darauf geben und alles mit dem Teigschaber locker unterheben. Den Teig gleichmäßig auf dem Blech verstreichen und 11 bis 12 Minuten backen, bis die Oberfläche hellbraun ist und zurückfedert.
  6. Den Biskuit sofort auf ein zuckerbestreutes Küchentuch stürzen, das Papier abziehen, locker einrollen und darin auskühlen lassen.
  7. Die Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen. Die kalte Mohnfüllung mit dem Löffel noch einmal glatt rühren und dünn auf den ausgerollten Biskuit streichen, dabei 2 cm Rand frei lassen. Die Sahne darauf verteilen.
  8. Die Rolle mit Hilfe des Tuchs von der langen Seite her straff aufrollen, mit der Naht nach unten legen und mindestens 3 Stunden kalt stellen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben und mit einem heißen, trockenen Messer in Scheiben schneiden.
Tipp: Binde die gequollene Mohnmasse zwingend mit dem Hartweizengrieß und lass sie damit einmal richtig aufkochen. Nur Mohn und Milch bleiben auch nach Stunden halbflüssig, drücken sich beim Aufrollen seitlich heraus und weichen den Biskuit von unten durch – mit Grieß wird die Füllung so dicht, dass sie wie eine Schicht Marzipan stehen bleibt.
Biskuitrolle mit Mohnfüllung — Serviervorschlag

Variationen & Ersatz

Wer es fruchtig mag, verteilt 3 EL Sauerkirschkonfitüre zwischen Mohn und Sahne – die Säure passt hervorragend zum Mohn. In Osteuropa wird die Füllung gern mit 50 g in Rum eingelegten Rosinen und gehackten Walnüssen aufgewertet. Für eine noch feinere Rolle ersetzt du 2 EL des Grießes durch geriebene Semmelbrösel, das macht die Füllung leichter. Statt Sahne passt auch eine Schicht Quark-Vanillecreme aus 200 g Speisequark, 100 g Sahne und Vanillezucker. Mit einer dünnen Zuckerglasur und Mohnkörnern obenauf wird die Rolle festlicher.

Aufbewahrung

Die Mohnrolle schmeckt am zweiten Tag am besten, weil die Füllung durchzieht und noch saftiger wird. Abgedeckt im Kühlschrank hält sie sich vier Tage; wegen des Mohnöls bleibt sie dabei deutlich länger feucht als eine reine Sahnerolle. Zum Einfrieren die Rolle in Scheiben schneiden, einzeln in Folie wickeln und bis zu drei Monate lagern, dann bei Zimmertemperatur eine Stunde auftauen. Die gekochte Mohnfüllung allein hält sich luftdicht verschlossen drei Tage im Kühlschrank.

Häufige Fragen

Kann ich fertiges Mohnback aus der Dose nehmen?

Ja, dafür brauchst du 400 g Mohnback und rührst nur 2 EL Grieß und den Zitronenabrieb ein. Mohnback ist allerdings deutlich süßer und weniger aromatisch, deshalb lohnt sich der selbst gequollene Mohn.

Warum schmeckt meine Mohnfüllung bitter?

Gemahlener Mohn wird durch das freigelegte Öl schnell bitter. Kaufe ihn möglichst frisch gemahlen in kleinen Packungen oder mahle ganze Mohnsamen selbst. Der Honig und der Zitronenabrieb im Rezept mildern eine leichte Bitternote zusätzlich ab.

Muss ich den Mohn wirklich quellen lassen?

Unbedingt. Ungequollener Mohn zieht später Feuchtigkeit aus dem Biskuit und die Füllung wirkt sandig im Mund. Zwanzig Minuten in heißer Milch reichen, das Volumen nimmt dabei sichtbar zu.

Wie viel Füllung passt auf den Biskuit?

Die Mohnschicht sollte nur etwa 5 mm dünn sein, sonst lässt sich die Rolle nicht eng wickeln und bricht an der Außenseite auf. Übrige Füllung schmeckt ausgezeichnet als Aufstrich auf Hefezopf.

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