Blechkuchen mit Kaffee und Schokolade
Starker Espresso im dunklen Teig, geschmolzene Schokoladenstückchen in der Krume und eine Kaffee-Schoko-Glasur obenauf – dieser Blechkuchen ist etwas für Erwachsene. Der Kaffee schmeckt dabei nicht nur nach Kaffee, er macht vor allem den Kakao tiefer und runder. Die Krume bleibt durch die Kombination aus Öl und heißem Espresso außergewöhnlich feucht. Ein dunkler, ernsthafter Kuchen, der am besten mit einer Tasse Espresso daneben serviert wird.
Warum dieses Rezept
- Espresso macht das Kakaoaroma tief und rund
- Bleibt durch Öl und heißen Kaffee extrem feucht
- Schokostückchen sorgen für Biss in der Krume
- Ein dunkler Kuchen, der nicht übermäßig süß ist
Zutaten
- Für den Kaffee-Schoko-Teig:
- 300 g Weizenmehl (Type 405)
- 60 g Backkakao
- 280 g Zucker
- 1 Pck. Backpulver (16 g)
- 1 TL Natron
- 1 Prise Salz
- 3 Eier (Größe M)
- 200 ml neutrales Öl
- 250 ml Buttermilch
- 250 ml starker heißer Espresso
- 150 g gehackte Zartbitterschokolade
- Für die Kaffee-Schoko-Glasur:
- 150 g Zartbitterschokolade
- 100 ml Sahne
- 3 EL starker Espresso
- 20 g Butter
- Zum Verzieren:
- 2 EL Kakaonibs oder Schokoladenspäne
Zubereitung
- Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ein tiefes Backblech (etwa 40 x 30 cm) mit Backpapier auslegen.
- Mehl, Backkakao, Zucker, Backpulver, Natron und Salz in einer großen Schüssel gründlich verrühren und dabei alle Kakaoklümpchen zerdrücken.
- Eier, Öl und Buttermilch verquirlen und unter die trockenen Zutaten rühren, bis ein dicker, glatter Teig entsteht.
- Den heißen Espresso in dünnem Strahl einrühren – der Teig wird dabei sehr dünnflüssig, das ist genau richtig und macht den Kuchen später feucht.
- Die gehackte Zartbitterschokolade mit einem Esslöffel Mehl vermengen und zuletzt unter den Teig heben, so sinkt sie beim Backen nicht ab.
- Den flüssigen Teig auf das Blech gießen und etwa 35 Minuten backen, bis die Oberfläche matt wirkt und ein Holzstäbchen nur noch mit feuchten Krümeln herauskommt.
- Den Kuchen vollständig auskühlen lassen. Für die Glasur die Sahne erhitzen, die gehackte Schokolade darin schmelzen, dann Espresso und Butter unterrühren, bis die Masse glänzt.
- Die lauwarme Glasur über den kalten Kuchen gießen, glatt streichen, mit Kakaonibs bestreuen und mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur fest werden lassen.
Variationen & Ersatz
Mit 100 g gehackten Walnüssen im Teig bekommt der Kuchen zusätzlich eine herbe Note. Ein halber Teelöffel gemahlener Kardamom in der Glasur erinnert an arabischen Mokka. Wer keinen Kaffee mag, ersetzt den Espresso durch heißes Wasser mit 1 TL Zichorienkaffee, dann bleibt die Feuchtigkeit erhalten ohne das Koffein. Für eine Mokka-Sahne-Variante die Glasur weglassen und stattdessen mit Espresso aromatisierte Schlagsahne aufstreichen. Ein Löffel Whiskey in der Glasur macht den Kuchen deutlich erwachsener.
Aufbewahrung
In einer Blechdose bei Zimmertemperatur bleibt der Kuchen durch die Glasurdecke vier Tage feucht und wird sogar aromatischer. Der Kühlschrank ist nicht ideal, dort verliert die Glasur ihren Glanz und der Teig wirkt fest. Zum Einfrieren einzelne Stücke in Folie wickeln und bis zu drei Monate lagern, danach über Nacht bei Zimmertemperatur auftauen. Ungeglasiert lässt sich der Teig ebenfalls gut vorbacken und einfrieren.
Häufige Fragen
Schmeckt der Kuchen stark nach Kaffee?
Weniger, als man denkt. Im Teig verstärkt der Espresso vor allem das Kakaoaroma und tritt kaum eigenständig hervor. Nur in der Glasur ist er deutlich herauszuschmecken, dort kannst du ihn nach Belieben reduzieren.
Mein Teig ist extrem flüssig, stimmt das?
Ja, das gehört zu diesem Rezept. Der heiße Espresso verdünnt den Teig absichtlich, dadurch wird die Krume später besonders feucht. Gieße ihn einfach auf das mit Backpapier ausgelegte Blech.
Warum sind die Schokostückchen alle nach unten gesunken?
Weil der Teig sehr dünnflüssig ist, brauchen sie Halt. Wende die gehackte Schokolade vor dem Unterheben in einem Esslöffel Mehl, dann bleibt sie in der Krume verteilt.
Wozu das Natron zusätzlich zum Backpulver?
Das Natron reagiert mit der Säure der Buttermilch und sorgt für zusätzlichen Trieb. Außerdem dunkelt es den Kakao nach und gibt dem Kuchen seine tiefbraune, fast schwarze Farbe.
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