Blechkuchen mit glänzender Karamellschicht und grob gehackten Walnüssen, in Rechtecke geschnitten auf dunklem Holzbrett

Blechkuchen mit Karamell und Nüssen

Dieser Blechkuchen vereint einen saftigen Haselnussteig mit einem tiefdunklen, selbst gekochten Karamell und einer knackigen Nussdecke. Die Butter wird geschmolzen statt cremig gerührt – das macht den Teig besonders feucht und aromatisch, ohne dass er schwer wird. Obenauf legt sich ein Salzkaramell, das beim Abkühlen seidig fest wird und sich trotzdem sauber schneiden lässt. Ein Kuchen für große Runden, der am Buffet regelmäßig als Erstes leer ist.

20 StückePortionen
35 MinVorbereitung
35 MinBackzeit
70 MinGesamt

Warum dieses Rezept

  • Saftiger Nussteig durch geschmolzene statt gerührte Butter
  • Echtes gekochtes Karamell statt fertiger Soße
  • Ein Blech reicht für 20 Stücke
  • Bleibt durch die Karamellschicht tagelang feucht
Blechkuchen mit Karamell und Nüssen — Zutaten

Zutaten

  • Für den Nussteig:
  • 300 g Weizenmehl (Type 405)
  • 150 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 Pck. Backpulver (15 g)
  • 250 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier (Größe M)
  • 250 g Butter (geschmolzen und wieder abgekühlt)
  • 150 ml Milch
  • Für das Salzkaramell:
  • 200 g Zucker
  • 200 g Sahne (zimmerwarm)
  • 50 g Butter
  • 1 gestrichener TL Fleur de Sel
  • Für die Nussdecke:
  • 100 g Walnusskerne, grob gehackt
  • 80 g Pekannusskerne, halbiert
  • 2 EL brauner Zucker
Blechkuchen mit Karamell und Nüssen — Zubereitung

Zubereitung

  1. Die Butter in einem kleinen Topf bei milder Hitze schmelzen und mindestens 10 Minuten abkühlen lassen, bis sie nur noch handwarm ist. Heiße Butter würde die Eier später gerinnen lassen.
  2. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ein tiefes Backblech (40 x 30 cm) fetten und mit Backpapier auslegen, das an den Rändern übersteht.
  3. Eier, Zucker, Vanillezucker und Salz mit dem Handrührgerät 4 Minuten schaumig und deutlich heller schlagen. Die abgekühlte flüssige Butter in dünnem Strahl einlaufen lassen und weiterrühren, bis die Masse glatt glänzt.
  4. Mehl, gemahlene Haselnüsse und Backpulver mischen, abwechselnd mit der Milch unterheben und nur so lange rühren, bis kein Mehl mehr zu sehen ist. Den Teig auf dem Blech gleichmäßig etwa 2 cm hoch verstreichen.
  5. Im mittleren Ofendrittel 30 bis 35 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist und an einem Holzstäbchen nichts mehr haften bleibt. Auf dem Blech vollständig auskühlen lassen.
  6. Für das Karamell den Zucker in einer weiten, hellen Pfanne ohne Zugabe von Wasser bei mittlerer Hitze schmelzen. Dabei nicht rühren, sondern die Pfanne nur schwenken, bis der Zucker bernsteinbraun ist.
  7. Die zimmerwarme Sahne vorsichtig und in mehreren Schüben angießen – die Masse schäumt stark auf. Butter und Fleur de Sel einrühren und das Karamell 3 Minuten sprudelnd einkochen, bis es einen Löffelrücken überzieht. Etwa 15 Minuten abkühlen lassen.
  8. Das lauwarme Karamell über den kalten Kuchen gießen, zügig verstreichen, sofort mit Walnüssen, Pekannüssen und braunem Zucker bestreuen und mindestens 2 Stunden fest werden lassen, bevor du in Stücke schneidest.
Tipp: Die Sahne muss zimmerwarm sein und in mehreren kleinen Schüben an den Karamell kommen. Der geschmolzene Zucker hat weit über 150 Grad – kalte Sahne auf einmal dazugegossen lässt ihn schlagartig zu einem harten Klumpen erstarren, den du minutenlang wieder auflösen musst, während das Karamell darum herum längst bitter wird.
Blechkuchen mit Karamell und Nüssen — Serviervorschlag

Variationen & Ersatz

Statt Haselnüssen kannst du gemahlene Mandeln nehmen, dann wird der Teig etwas heller und milder. Wer es kräftiger mag, ersetzt 50 ml der Milch durch starken Espresso – Kaffee und Karamell passen hervorragend zusammen. Mit 150 g grob gehackter Zartbitterschokolade im Teig wird aus dem Blech ein Nuss-Schoko-Karamellkuchen. Für eine herbstliche Variante hebe 2 geriebene Äpfel unter den Teig und würze mit einem halben Teelöffel Zimt. Auch gesalzene Erdnüsse statt Walnüsse funktionieren und geben eine überraschend gute Snack-Note.

Aufbewahrung

Der Kuchen hält sich auf dem Blech mit Folie abgedeckt bei Zimmertemperatur vier Tage und wird durch das Karamell sogar noch saftiger. Im Kühlschrank wird die Karamellschicht hart, deshalb lagere ihn lieber kühl und dunkel, aber nicht kalt. Zum Einfrieren schneide ihn in Stücke und lege Backpapier zwischen die Lagen, damit das Karamell nicht verklebt – so hält er drei Monate. Aufgetaute Stücke schmecken am besten, wenn sie eine Stunde bei Raumtemperatur stehen.

Häufige Fragen

Mein Karamell ist zu Klumpen erstarrt, als ich die Sahne zugegossen habe. Was tun?

Das passiert, wenn die Sahne zu kalt aus dem Kühlschrank kommt. Stelle die Pfanne einfach zurück auf milde Hitze und rühre geduldig weiter, bis sich die Klumpen wieder aufgelöst haben. Beim nächsten Mal die Sahne vorher kurz lauwarm erwärmen.

Kann ich den Kuchen auf einem normalen flachen Backblech backen?

Ja, aber der Teig wird dann dünner und ist etwa 8 Minuten früher fertig. Prüfe ab Minute 22 mit dem Holzstäbchen. Für die typische hohe, saftige Krume ist das tiefe Blech oder die Fettpfanne des Backofens aber die bessere Wahl.

Warum soll der Kuchen vor dem Karamell komplett kalt sein?

Auf einem warmen Boden zieht das Karamell in den Teig ein und bildet keine geschlossene Schicht mehr. Nur auf einem vollständig ausgekühlten Kuchen bleibt es oben liegen und wird beim Festwerden schön seidig-glänzend.

Wie schneide ich saubere Stücke, ohne dass die Nussdecke abbricht?

Nimm ein großes, glattes Messer und tauche es zwischen jedem Schnitt kurz in heißes Wasser, dann abtrocknen. Drücke nicht, sondern ziehe das Messer in einem Zug durch – so bleibt die Karamellschicht an Ort und Stelle.

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