Buttermilchkuchen saftig
Dieser saftige Buttermilchkuchen ist ein Rezept aus dem Notizbuch der Großmutter: schlicht, günstig und trotzdem der erste Kuchen, der auf der Kaffeetafel leer ist. Das Eiweiß wird getrennt aufgeschlagen und untergehoben, wodurch die Krume luftig wie ein Biskuit wird, während die Buttermilch sie feucht hält. Vor dem Backen kommen Butterflöckchen und Zucker auf die Oberfläche und schmelzen zu einer knusprigen Karamellkruste. Ein Kuchen ohne Schnörkel, der warm aus der Form am besten schmeckt.
Warum dieses Rezept
- Luftig wie Biskuit, feucht wie ein Rührkuchen
- Knusprige Zucker-Mandel-Kruste ohne Glasur
- Alle Zutaten hat man meist im Haus
- Schmeckt lauwarm direkt aus der Form am besten
Zutaten
- Für den Teig:
- 150 g weiche Butter
- 180 g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 3 Eier (Größe M), getrennt
- 1 Prise Salz
- 300 g Weizenmehl (Type 405)
- 2 TL Backpulver
- 1/2 TL Natron
- 300 ml Buttermilch (Zimmertemperatur)
- Für die Zuckerkruste:
- 50 g kalte Butter in kleinen Flöckchen
- 50 g brauner Zucker
- 30 g Mandelblättchen
- 1 TL Zimt (optional)
Zubereitung
- Eine Springform (26 cm) fetten und den Boden mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Die Eiweiße mit dem Salz steif schlagen, bis der Schnee glänzt und feine Spitzen zieht. Beiseitestellen, aber nicht in den Kühlschrank.
- Weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker etwa 5 Minuten hell und cremig aufschlagen, dann die Eigelbe einzeln unterrühren.
- Mehl, Backpulver und Natron mischen und abwechselnd mit der Buttermilch in drei Portionen unterrühren, jeweils nur kurz, bis der Teig glatt ist.
- Den Eischnee in zwei Portionen mit einem Teigschaber locker unterheben – nicht rühren, sondern in großen Bögen durch die Masse schneiden.
- Den Teig in die Form füllen, die Oberfläche nur grob glatt streichen und braunen Zucker, Zimt und Mandelblättchen darüber verteilen.
- Die kalten Butterflöckchen gleichmäßig auf die Oberfläche setzen und die Form sofort in den Ofen geben, damit das Natron nicht ausreagiert.
- Etwa 45 Minuten auf der mittleren Schiene backen, bis die Kruste goldbraun karamellisiert ist und die Stäbchenprobe sauber bleibt. 15 Minuten in der Form ruhen lassen, dann den Ring lösen und lauwarm servieren.
Variationen & Ersatz
Mit 300 g Rhabarberstücken oder Kirschen auf dem Teig wird daraus ein Obstkuchen, der die Säure der Buttermilch schön aufnimmt. Wer die Kruste noch knuspriger mag, ersetzt die Mandelblättchen durch gehackte Haselnüsse. In einer Kastenform (30 cm) gebacken braucht der Kuchen etwa 55 Minuten und wird zum praktischen Frühstückskuchen. Mit dem Abrieb einer Orange im Teig bekommt er eine feine winterliche Note. Statt braunem Zucker sorgt Hagelzucker für eine besonders grobe, krachende Oberfläche.
Aufbewahrung
In einer Kuchendose bleibt der Buttermilchkuchen drei Tage saftig, die Zuckerkruste wird dabei allmählich weicher. Wer sie zurückhaben will, erwärmt einzelne Stücke 5 Minuten bei 150 Grad im Ofen – dann knuspert sie wieder wie frisch gebacken. Einfrieren funktioniert gut für ganze Stücke, allerdings verliert die Kruste dabei ihren Biss; besser nur den Kuchen ohne Kruste einfrieren und frisch überbacken.
Häufige Fragen
Brauche ich wirklich Natron, oder reicht Backpulver?
Beides zusammen ist hier sinnvoll. Das Natron reagiert mit der Säure der Buttermilch und sorgt für den kräftigen Auftrieb, das Backpulver hält den Trieb bis zum Ende der Backzeit. Nur mit Backpulver wird der Kuchen deutlich flacher.
Mein Teig sieht geronnen und grisselig aus – muss ich neu anfangen?
Nein, das passiert, wenn kalte Buttermilch auf die aufgeschlagene Butter trifft. Rühre einfach zwei Esslöffel Mehl ein, dann bindet die Masse wieder. Beim nächsten Mal lässt du Buttermilch und Eier eine Stunde bei Raumtemperatur stehen.
Kann ich fettarme Buttermilch verwenden?
Ja, klassische Buttermilch hat ohnehin nur rund ein Prozent Fett und funktioniert perfekt. Verzichte aber auf gesüßte Fruchtbuttermilch, weil sie Stärke und zusätzlichen Zucker enthält und die Krume dadurch gummiartig wird.
Warum fällt der Kuchen beim Abkühlen zusammen?
Meist wurde der Eischnee zu kräftig eingerührt oder der Kuchen zu früh aus dem Ofen geholt. Hebe den Schnee nur in großen Bögen unter und prüfe mit dem Holzstäbchen an der dicksten Stelle, nicht am Rand.
Auf Pinterest merken
Speichere dir das Rezept auf deiner Pinnwand — dann findest du es beim nächsten Backen sofort wieder.