Stück Amarenakirschen-Käsekuchen mit cremiger Quarkfüllung, dunkelroten Kirschen und Mürbeteigboden

Amarenakirschen-Käsekuchen

Dieser Amarenakirschen-Käsekuchen kombiniert einen knusprigen Mürbeteigboden mit einer besonders feinen Füllung aus Quark und Mascarpone – und mitten darin sitzen dunkelrote, sirupschwere Amarenakirschen. Beim Anschnitt kommen sie als leuchtende Punkte zum Vorschein, ihr mandelartiges Aroma passt perfekt zur milden Quarkcreme. Er ist gebacken, nicht gekühlt, und braucht eine Nacht im Kühlschrank, um seine samtige Konsistenz zu entwickeln. Ein Kuchen für Gäste, die etwas anderes als den Standard-Käsekuchen erwarten.

12 StückePortionen
35 MinVorbereitung
70 MinBackzeit
105 MinGesamt

Warum dieses Rezept

  • Mascarpone macht die Füllung besonders samtig
  • Leuchtend rote Kirschpunkte im Anschnitt
  • Knuspriger vorgebackener Mürbeteigrand
  • Mandelaroma der Amarena statt üblicher Zitrone
Amarenakirschen-Käsekuchen — Zutaten

Zutaten

  • Für den Mürbeteigboden:
  • 220 g Weizenmehl (Type 405)
  • 80 g Zucker
  • 120 g kalte Butter in Würfeln
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Backpulver
  • Für die Füllung:
  • 500 g Magerquark
  • 250 g Mascarpone
  • 180 g Zucker
  • 3 Eier (Größe M)
  • 1 Pck. Vanillepuddingpulver (37 g)
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 EL Zitronensaft
  • Für die Kirschen:
  • 1 Glas Amarenakirschen (350 g, Abtropfgewicht ca. 200 g)
  • 2 EL Amarenasirup zum Servieren
  • Puderzucker zum Bestäuben
Amarenakirschen-Käsekuchen — Zubereitung

Zubereitung

  1. Für den Mürbeteig Mehl, Zucker, Backpulver und Salz mischen, die kalte Butter und das Ei zugeben und alles zügig zu einem glatten Teig verkneten. In Folie gewickelt 30 Minuten kühlen.
  2. Die Amarenakirschen in ein Sieb geben, gut abtropfen lassen und anschließend auf mehreren Lagen Küchenpapier ausbreiten und rundherum trocken tupfen. Den Sirup auffangen und beiseitestellen.
  3. Eine Springform (26 cm) fetten. Zwei Drittel des Teigs als Boden hineindrücken, aus dem Rest einen 3 cm hohen Rand formen und gut andrücken. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen.
  4. Den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und den Boden 12 Minuten blind vorbacken. Auf dem Gitter etwas abkühlen lassen.
  5. Für die Füllung Quark, Mascarpone, Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft glatt rühren. Die Eier einzeln unterrühren, zum Schluss das Puddingpulver einsieben und nur kurz einarbeiten.
  6. Die Hälfte der Füllung auf den vorgebackenen Boden geben. Die trocken getupften Kirschen einzeln und mit etwas Abstand darauf setzen, dann die restliche Füllung darübergeben und glatt streichen.
  7. Die Temperatur auf 160 Grad reduzieren und den Kuchen im unteren Ofendrittel etwa 70 Minuten backen, bis die Oberfläche blass goldgelb ist und die Mitte beim Rütteln nur noch leicht schwingt.
  8. Den Ofen ausschalten und den Kuchen bei leicht geöffneter Tür eine Stunde darin abkühlen lassen. Anschließend über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen, mit Puderzucker bestäuben und mit etwas Amarenasirup servieren.
Tipp: Tupfe die Amarenakirschen wirklich rundherum trocken und setze sie einzeln mit Abstand in die halbe Füllung, statt sie unterzurühren. Der dunkle Sirup färbt beim Backen sonst rosa Schlieren durch die ganze Masse und die Kirschen sinken als Traube auf den Boden. Einzeln eingebettet bleibt jede Kirsche ein sauberer roter Punkt im Anschnitt – und den aufgefangenen Sirup gibst du erst beim Servieren dazu, da wirkt er am intensivsten.
Amarenakirschen-Käsekuchen — Serviervorschlag

Variationen & Ersatz

Mit 50 g gehackten Pistazien im Mürbeteig bekommt der Boden eine feine grüne Note. Wer es intensiver mag, rührt 1 TL Bittermandelaroma in die Füllung. Statt Mascarpone funktionieren 250 g Doppelrahm-Frischkäse, dann wird die Füllung etwas fester. Mit einer dünnen Schicht dunkler Kuvertüre auf dem vorgebackenen Boden entsteht eine Schwarzwälder Variante. Auch Schattenmorellen aus dem Glas passen, brauchen aber 1 EL mehr Zucker. Für Erwachsene 2 EL Amarettolikör in die Masse geben.

Aufbewahrung

Der Käsekuchen hält sich abgedeckt im Kühlschrank vier bis fünf Tage und wird ab dem zweiten Tag sogar cremiger, weil das Kirscharoma in die Füllung zieht. Bestäube ihn immer erst kurz vor dem Servieren mit Puderzucker, sonst löst er sich auf. Einzelne Stücke lassen sich bis zu drei Monate einfrieren: offen anfrieren, dann einzeln verpacken. Über Nacht im Kühlschrank auftauen, die Kirschen bleiben dabei überraschend fest.

Häufige Fragen

Warum sinken meine Amarenakirschen trotzdem nach unten?

Dann war die Füllung zu flüssig. Sie muss dick vom Löffel fallen, damit sie die Kirschen trägt. Das Puddingpulver darf nicht vergessen werden, und die Kirschen sollten erst auf eine schon eingefüllte halbe Schicht gesetzt werden, nicht in die volle Masse.

Kann ich Amarenakirschen durch frische Kirschen ersetzen?

Ja, aber der Charakter ändert sich stark, denn das typische Mandel-Bittermandel-Aroma kommt aus dem Amarena-Ansatz. Nimm dann 250 g entsteinte Süßkirschen und 1 TL Bittermandelaroma, um in die Richtung zu kommen.

Muss der Mürbeteig wirklich vorgebacken werden?

Bei diesem Rezept ja. Die Mascarponefüllung ist feuchter als eine reine Quarkmasse, und die Kirschen geben zusätzlich Restfeuchte ab. Die 12 Minuten Vorbacken sorgen dafür, dass der Boden knusprig bleibt.

Der Rand meines Käsekuchens ist eingerissen. Kann ich das retten?

Kein Problem: fahre nach dem Abkühlen mit einem dünnen Messer am Formrand entlang und lass den Ring erst ab, wenn der Kuchen ganz kalt ist. Feine Risse verdeckst du mit Puderzucker oder ein paar zusätzlichen Kirschen obenauf.

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