Apfel-Karotten-Kuchen mit welligem weißem Frischkäseguss und gerösteten Haselnüssen, ein Stück herausgeschnitten auf einem Teller

Apfel-Karotten-Kuchen

Apfel und Karotte machen diesen Kuchen doppelt saftig und geben ihm eine warme, fast honigartige Süße, für die es kaum Zucker braucht. Die feinen Karottenraspel verschwinden in der Krume und hinterlassen nur goldene Fäden, während die Apfelstücke für weiche Fruchtinseln sorgen. Ein Frischkäse-Zitronen-Guss setzt einen frischen Kontrast auf die würzige Krume. Gebacken wird er in der Springform, sodass er sich gut in Stücke teilen lässt.

14 StückePortionen
30 MinVorbereitung
50 MinBackzeit
80 MinGesamt

Warum dieses Rezept

  • Doppelt saftig durch Karotte und Apfel
  • Wenig Zucker, viel natürliche Süße
  • Frischer Frischkäse-Zitronen-Guss
  • Röstnote durch gemahlene Haselnüsse
Apfel-Karotten-Kuchen — Zutaten

Zutaten

  • 250 g Karotten (fein geraffelt)
  • 2 säuerliche Äpfel (ca. 300 g)
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 4 Eier (Größe M)
  • 150 g brauner Zucker
  • 120 ml neutrales Öl
  • 200 g Weizenmehl (Type 405)
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL gemahlener Ingwer
  • 1 Prise Salz
  • Für den Guss:
  • 200 g Doppelrahm-Frischkäse
  • 80 g Puderzucker
  • 1 TL Zitronenabrieb
  • 1 EL Zitronensaft
  • Zum Verzieren:
  • 30 g gehackte Haselnüsse, geröstet
Apfel-Karotten-Kuchen — Zubereitung

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform (24 cm) fetten und den Boden mit Backpapier belegen.
  2. Die Karotten schälen und auf der feinen Reibe raffeln. Die Äpfel schälen, entkernen und auf der groben Reibe raspeln, mit dem Zitronensaft mischen und in einem Sieb 10 Minuten abtropfen lassen.
  3. Die Eier mit dem braunen Zucker und dem Salz etwa 4 Minuten hell und schaumig aufschlagen, dann das Öl in dünnem Strahl einlaufen lassen, während weiter gerührt wird.
  4. Mehl, gemahlene Haselnüsse, Backpulver, Zimt und Ingwer mischen und in zwei Portionen unter die Eimasse rühren, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.
  5. Die feinen Karottenraspel und die abgetropften Apfelraspel mit dem Teigschaber unterheben, sodass sie gleichmäßig im Teig verteilt sind.
  6. Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und 50 Minuten auf der mittleren Schiene backen, bis die Oberfläche kräftig goldbraun gewölbt ist und beim Antippen fest ist.
  7. Den Kuchen 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann auf ein Gitter setzen und vollständig auskühlen lassen – der Guss würde auf einem noch warmen Kuchen sofort zerlaufen.
  8. Für den Guss den Frischkäse mit Puderzucker, Zitronenabrieb und Zitronensaft nur kurz glatt rühren, auf dem kalten Kuchen verstreichen, mit einer Palette wellig ziehen und mit den gerösteten Haselnüssen bestreuen.
Tipp: Raffle die Karotten auf der feinen und die Äpfel auf der groben Seite der Reibe. Karotten sind faserig und bleiben in der kurzen Backzeit als bissfeste, strohige Streifen erkennbar, wenn sie zu grob sind; Äpfel dagegen lösen sich fein geraspelt völlig auf und sind dann gar nicht mehr zu schmecken. Zwei verschiedene Reibeseiten sind hier der ganze Trick.
Apfel-Karotten-Kuchen — Serviervorschlag

Variationen & Ersatz

Mit 60 g Rosinen oder gehackten Datteln im Teig wird der Kuchen orientalischer. Gemahlene Walnüsse oder Mandeln funktionieren anstelle der Haselnüsse genauso gut. Wer keinen Frischkäseguss möchte, bestäubt den Kuchen nur mit Puderzucker oder verwendet einen dünnen Orangenzuckerguss. Ein Teelöffel Kardamom zusätzlich passt hervorragend zur Karotte. Für eine Osterversion den Guss mit kleinen Marzipanmöhren verzieren.

Aufbewahrung

Wegen des Frischkäsegusses gehört dieser Kuchen in den Kühlschrank, dort hält er abgedeckt drei bis vier Tage und bleibt durch Karotte und Apfel angenehm feucht. Nimm ihn 20 Minuten vor dem Servieren heraus, damit die Gewürze wieder durchkommen. Ohne Guss lässt sich der Kuchen gut einfrieren und bis zu drei Monate lagern, den Guss dann frisch zubereiten. Die gerösteten Haselnüsse immer erst kurz vor dem Servieren aufstreuen, sonst werden sie weich.

Häufige Fragen

Warum muss ich die Apfelraspel abtropfen lassen, die Karotten aber nicht?

Äpfel geben geraspelt sehr viel freies Wasser ab, das den Teig am Boden speckig macht. Karotten halten ihre Feuchtigkeit in den Zellen und geben sie langsam während des Backens ab – genau das macht den Kuchen saftig.

Mein Guss ist flüssig geworden, obwohl ich die Menge eingehalten habe.

Frischkäse verflüssigt sich, wenn er zu lange gerührt wird, weil die Struktur aufbricht. Rühre ihn mit einem Löffel oder Schneebesen nur 20 bis 30 Sekunden glatt und stelle ihn bei Bedarf noch 15 Minuten kalt.

Kann ich fertig geraffelte Karotten aus der Packung nehmen?

Besser nicht. Vorgeraffelte Karotten sind grob geschnitten und oft schon trocken, sie bleiben im Kuchen faserig und bringen kaum Feuchtigkeit mit. Frisch geraffelt macht bei diesem Rezept den größten Unterschied.

Der Kuchen ist in der Mitte eingesunken – woran liegt das?

Das passiert, wenn die Ofentür zu früh geöffnet wird oder die Raspel nicht abgetropft waren. Lass die Tür in den ersten 35 Minuten geschlossen und prüfe erst danach, ob die Oberfläche fest ist.

Auf Pinterest merken

Speichere dir das Rezept auf deiner Pinnwand — dann findest du es beim nächsten Backen sofort wieder.