Apfel-Nuss-Kuchen
Geröstete Haselnüsse und grob geraspelte Äpfel machen diesen Rührkuchen herrlich saftig und geben ihm ein tiefes, nussiges Aroma. Die Krume bleibt dank der Apfelraspel tagelang feucht, während die gehackten Nüsse auf der Oberfläche knusprig bleiben. Ein bodenständiger Kuchen ohne Schnickschnack, der nach Herbst, Butter und warmer Küche duftet. Perfekt für alle, die einen Apfelkuchen mit mehr Charakter als der übliche Klassiker suchen.
Warum dieses Rezept
- Bleibt durch die Apfelraspel tagelang saftig
- Tiefes Röstaroma durch angeröstete Haselnüsse
- Knusprige Nussdecke auf weicher Krume
- Ein Teig, eine Schüssel, keine Füllung nötig
Zutaten
- 3 säuerliche Äpfel (ca. 450 g, z. B. Boskoop)
- Saft von 1/2 Zitrone
- 150 g gemahlene Haselnüsse
- 200 g weiche Butter
- 180 g brauner Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 4 Eier (Größe M)
- 200 g Weizenmehl (Type 405)
- 2 TL Backpulver
- 1 TL gemahlener Zimt
- 1 Prise Salz
- 3 EL Milch
- 50 g grob gehackte Haselnüsse
- 2 EL Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
- Die gemahlenen Haselnüsse in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten unter ständigem Rühren rösten, bis sie duften. Auf einen Teller geben und vollständig auskühlen lassen.
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform (26 cm) fetten und den Boden mit Backpapier auslegen.
- Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und grob raspeln. Sofort mit dem Zitronensaft mischen, damit sie nicht braun werden.
- Die weiche Butter mit braunem Zucker und Vanillezucker etwa 4 Minuten hell und luftig aufschlagen. Die Eier einzeln unterrühren und jedes gut einarbeiten.
- Mehl, Backpulver, Zimt und Salz mischen, mit den abgekühlten gerösteten Nüssen zur Buttermasse geben und mit der Milch nur kurz zu einem glatten Teig verrühren.
- Die Apfelraspel gut ausdrücken und mit einem Teigschaber locker unter den Teig heben, bis sie gleichmäßig verteilt sind.
- Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und die gehackten Haselnüsse gleichmäßig darüber streuen. Etwa 50 Minuten backen, bis die Oberfläche tiefbraun ist und ein Holzstäbchen sauber herauskommt.
- Den Kuchen 15 Minuten in der Form ruhen lassen, dann den Ring lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Vor dem Servieren leicht mit Puderzucker bestäuben.
Variationen & Ersatz
Mit Walnüssen statt Haselnüssen wird der Kuchen herber und kräftiger, gemahlene Mandeln machen ihn milder und feiner. Ein Esslöffel Rum oder zwei Esslöffel starker Espresso im Teig unterstreichen das Nussaroma. Wer es schokoladig mag, hebt 100 g grob gehackte Zartbitterschokolade unter den Teig. Statt Puderzucker passt auch ein dünner Zuckerguss aus Puderzucker und Apfelsaft. Für eine festliche Variante 50 g gehackte Datteln zu den Apfelraspeln geben.
Aufbewahrung
In eine Dose verpackt bleibt der Apfel-Nuss-Kuchen bei Raumtemperatur vier bis fünf Tage saftig und wird am zweiten Tag sogar noch aromatischer. Lege ein Stück Apfel mit in die Dose, wenn er schneller verzehrt wird als gedacht. Er lässt sich stückweise einfrieren und hält so bis zu drei Monate. Antaue die Stücke bei Zimmertemperatur und wärme sie kurz bei 150 Grad auf, dann duften die Nüsse wieder wie frisch gebacken.
Häufige Fragen
Kann ich die Nüsse selbst mahlen?
Ja, das lohnt sich sogar, weil frisch gemahlene Nüsse deutlich aromatischer sind. Mahle sie in kurzen Intervallen und nicht zu fein, sonst tritt Öl aus und es entsteht Nussmus statt Mehl.
Muss ich die Äpfel raspeln oder kann ich sie würfeln?
Raspel sorgen für die gleichmäßige Saftigkeit, die diesen Kuchen ausmacht. Würfel funktionieren auch, dann bleiben spürbare Apfelstücke im Teig, die Krume ist aber insgesamt trockener – schneide sie in dem Fall höchstens einen Zentimeter groß.
Warum wird mein Nusskuchen trocken?
Gemahlene Nüsse binden viel Flüssigkeit, deshalb braucht dieser Teig die Milch und die ausgedrückten Apfelraspel. Zieh den Kuchen außerdem heraus, sobald das Stäbchen sauber ist, denn jede zusätzliche Minute im Ofen kostet Feuchtigkeit.
Warum sollen die Apfelraspel ausgedrückt werden?
Geraspelte Äpfel ziehen viel Saft, der den nussigen Teig sonst schwer und klitschig macht. Drücke sie mit der Hand leicht aus, aber nicht ganz trocken – ein Rest Feuchtigkeit gehört in den Kuchen.
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