Apfel-Schoko-Kuchen
Dieser Apfel-Schoko-Kuchen aus der Kastenform ist dunkel, dicht und beinahe brownieartig feucht – dafür sorgt Apfelmus mitten im Teig. Kleine Apfelwürfel und Schokostückchen sitzen als weiche und knackige Einschlüsse in der Kakaokrume. Obendrauf liegt ein glänzender Schokoguss, der beim Schneiden leise knackt. Ein Kuchen für alle, die Apfelkuchen bisher für zu brav gehalten haben.
Warum dieses Rezept
- Apfelmus macht die Krume brownieartig feucht
- Kleine Apfelwürfel und Schokostückchen in jedem Bissen
- Dunkle Schokonote durch aufgeschlossenen Kakao
- Aus der Kastenform – einfach zu schneiden und zu transportieren
Zutaten
- 30 g Backkakao
- 80 ml heißer starker Kaffee
- 180 g weiche Butter
- 200 g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 3 Eier (Größe M)
- 1 Prise Salz
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 2 TL Backpulver
- 200 g Apfelmus (ungesüßt)
- 300 g feste Äpfel (z. B. Elstar), in kleinen Würfeln
- 100 g Zartbitter-Schokostückchen
- Für den Guss:
- 150 g Zartbitterschokolade
- 20 g Kokosfett oder Butter
- 1 EL gehobelte Mandeln
Zubereitung
- Den Kakao mit dem heißen Kaffee in einer kleinen Schüssel glatt verrühren, bis eine dicke dunkle Paste entsteht, und lauwarm abkühlen lassen.
- Den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform (30 cm) fetten und mit Backpapier auslegen, sodass es an den Längsseiten übersteht.
- Die Äpfel schälen, entkernen und in etwa 8 mm kleine Würfel schneiden, damit sie in der dichten Krume nicht als Löcher auffallen.
- Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz vier bis fünf Minuten cremig aufschlagen, dann die Eier einzeln unterrühren.
- Die abgekühlte Kakaopaste und das Apfelmus zugeben und glatt rühren – der Teig wirkt kurz gerinnt, wird aber mit dem Mehl wieder glatt.
- Mehl und Backpulver mischen, über den Teig sieben und kurz unterheben, danach Apfelwürfel und Schokostückchen mit dem Teigschaber unterfalten.
- Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und in der Mitte längs mit einem eingeölten Löffelrücken eine flache Rille ziehen, damit er gleichmäßig aufreißt.
- Etwa 60 Minuten backen und die Stäbchenprobe an der dicksten Stelle machen. 15 Minuten in der Form ruhen lassen, dann stürzen, vollständig auskühlen lassen und mit der über dem Wasserbad geschmolzenen Schokolade samt Kokosfett überziehen und mit Mandeln bestreuen.
Variationen & Ersatz
Mit 80 g gehackten Haselnüssen im Teig wird der Kuchen knuspriger. Ein halber Teelöffel Chili oder Zimt im Kakao gibt eine warme Schärfe. Wer keinen Kaffee mag, nimmt heißes Wasser, verliert aber etwas Tiefe. Statt Schokoguss passt auch ein Überzug aus 200 g weißer Schokolade, der einen starken Kontrast zur dunklen Krume bildet. In einer Springform (24 cm) gebacken reicht die Backzeit von 45 Minuten.
Aufbewahrung
Der Apfel-Schoko-Kuchen wird am zweiten Tag sogar besser, weil sich die Feuchtigkeit aus dem Apfelmus gleichmäßig verteilt. In Folie gewickelt hält er bei Zimmertemperatur fünf Tage; im Kühlschrank wird der Guss matt und die Krume fest. Zum Einfrieren am besten ohne Guss: der ganze Laib oder einzelne Scheiben halten drei Monate, nach dem Auftauen frisch überziehen.
Häufige Fragen
Warum ist mein Kuchen innen gummiartig statt feucht?
Das kommt meist von zu viel Rühren nach der Mehlzugabe in Kombination mit dem Apfelmus, das den Teig schon feucht hält. Falte das Mehl nur unter, bis es verschwunden ist. Auch zu wenig Backzeit macht eine klebrige Mitte, die nach Gummi wirkt.
Kann ich gekauftes gesüßtes Apfelmus nehmen?
Ja, dann reduziere den Zucker im Teig um 40 g, sonst wird der Kuchen zusammen mit dem Schokoguss zu süß. Ungesüßtes Mus ist besser, weil du die Süße selbst steuerst.
Warum sieht mein Schokoguss nach dem Trocknen grau aus?
Das ist Fettreif und passiert, wenn die Schokolade zu heiß geschmolzen oder zu kalt gestellt wurde. Schmelze sie bei maximal 45 Grad über dem Wasserbad, rühre das Kokosfett ein und lass den Guss bei Zimmertemperatur fest werden, nicht im Kühlschrank.
Wozu die Rille im Teig?
Kastenkuchen reißen beim Aufgehen immer auf. Eine mit Öl gezogene Rille in der Mitte gibt dem Riss eine Richtung, sodass eine gleichmäßige Naht statt mehrerer unregelmäßiger Sprünge entsteht – unter dem Guss sieht die Oberfläche dann glatt aus.
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