Runde Apfel-Vanille-Tarte mit spiralförmig gelegten Apfelscheiben auf gelber Vanillecreme, ein Stück herausgeschnitten

Apfel-Vanille-Tarte

Bei dieser Apfel-Vanille-Tarte liegt eine dicke Schicht echter Vanillecreme zwischen knusprigem Mürbeteig und spiralförmig gelegten Apfelscheiben. Die Creme wird auf dem Herd gekocht, mit einer ganzen Vanilleschote aromatisiert und kalt eingefüllt, bevor die Tarte ein zweites Mal in den Ofen kommt. So bleibt der Vanillegeschmack intensiv und die Äpfel bekommen nur leicht gebräunte Kanten. Eine Tarte, die cremig und knusprig gleichzeitig ist.

10 StückePortionen
45 MinVorbereitung
40 MinBackzeit
85 MinGesamt

Warum dieses Rezept

  • Dicke Schicht echter Vanillecreme mit Schote
  • Knuspriger Boden dank Eiweiß-Versiegelung
  • Spiralmuster aus dünnen Apfelscheiben
  • Lässt sich komplett am Vortag backen
Apfel-Vanille-Tarte — Zutaten

Zutaten

  • Für den Mürbeteig:
  • 220 g Weizenmehl (Type 405)
  • 70 g Zucker
  • 110 g kalte Butter in Stücken
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eiweiß zum Versiegeln
  • Für die Vanillecreme:
  • 400 ml Milch
  • 1 Vanilleschote
  • 70 g Zucker
  • 30 g Speisestärke
  • 3 Eigelb (Größe M)
  • 20 g Butter
  • Für den Belag:
  • 500 g feste süße Äpfel (z. B. Jonagold)
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Zucker
  • 10 g Butter in Flöckchen
  • 1 TL Puderzucker zum Bestäuben
Apfel-Vanille-Tarte — Zubereitung

Zubereitung

  1. Mehl, Zucker und Salz mischen, kalte Butter und Ei zugeben und zügig zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Flach in Folie wickeln und 1 Stunde kühlen.
  2. Für die Creme die Vanilleschote längs aufschlitzen, das Mark auskratzen und beides mit 350 ml Milch langsam aufkochen. Vom Herd nehmen und 10 Minuten ziehen lassen, dann die Schote entfernen.
  3. Eigelb, Zucker und Speisestärke mit der restlichen kalten Milch glatt rühren, in die heiße Vanillemilch geben und unter ständigem Rühren einmal kräftig aufkochen, bis eine dicke Creme entsteht. Butter einrühren, in eine flache Schale gießen, mit Folie direkt auf der Oberfläche abdecken und vollständig kalt stellen.
  4. Den Backofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig in eine Tarteform (26 cm) legen, Rand andrücken, einstechen und 15 Minuten mit Hülsenfrüchten blind backen.
  5. Das Backpapier entfernen, den heißen Boden sofort dünn mit verquirltem Eiweiß bepinseln und 3 Minuten weiterbacken – das Eiweiß stockt und bildet eine wasserdichte Schicht. Die Ofentemperatur auf 180 Grad reduzieren.
  6. Die kalte Vanillecreme mit dem Schneebesen einmal kräftig glatt aufschlagen, bis sie seidig und klumpenfrei ist, und auf dem Boden gleichmäßig 2 cm hoch verteilen.
  7. Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in 3 mm dünne Scheiben schneiden. Mit Zitronensaft mischen und von außen nach innen spiralförmig überlappend auf die Creme legen. Mit Zucker bestreuen und die Butterflöckchen darauf verteilen.
  8. Die Tarte 40 Minuten backen, bis die Apfelkanten goldbraun sind und die Creme am Rand leicht blubbert. Vollständig auskühlen lassen, mindestens 2 Stunden kühl stellen und erst dann mit Puderzucker bestäuben und anschneiden.
Tipp: Bepinsle den Mürbeteigboden direkt nach dem Blindbacken, solange er heiß ist, dünn mit verquirltem Eiweiß und backe ihn 3 Minuten weiter. Das Eiweiß stockt sofort zu einer unsichtbaren Sperrschicht. Ohne diesen Schritt zieht die feuchte Vanillecreme über Nacht in den Teig, und der Boden ist beim Anschneiden weich statt knusprig.
Apfel-Vanille-Tarte — Serviervorschlag

Variationen & Ersatz

Mit 2 EL Rum in der Creme wird die Tarte festlicher. Wer mag, streut 30 g gehackte Pistazien über die fertige Tarte, das gibt Farbe und Biss. Anstelle der Vanilleschote funktioniert 1 Pck. Vanillepuddingpulver mit 1 TL Vanilleextrakt, dann entfällt die Stärke. Mit Quittenspalten statt Äpfeln, die vorher 10 Minuten in Zuckerwasser gegart werden, entsteht eine ungewöhnliche Herbstvariante. Ein dünner Karamellspiegel auf der Creme vor dem Belegen macht sie noch süßer.

Aufbewahrung

Wegen der Eiercreme gehört die Tarte in den Kühlschrank und hält dort abgedeckt drei Tage. Sie schmeckt am zweiten Tag sogar runder, weil die Vanille durchzieht, der Boden verliert dann aber langsam etwas Knusprigkeit. Nimm sie 20 Minuten vor dem Servieren heraus. Einfrieren ist nicht zu empfehlen, die Puddingcreme wird beim Auftauen körnig und wässrig.

Häufige Fragen

Warum wird meine Vanillecreme klumpig?

Das passiert, wenn das Stärke-Eigelb-Gemisch in die heiße Milch gegeben und nicht sofort gerührt wird. Rühre beim Aufkochen ununterbrochen mit dem Schneebesen. Kleine Klümpchen verschwinden, wenn du die kalte Creme vor dem Einfüllen kräftig glatt schlägst.

Kann ich die Tarte mit warmer Creme belegen?

Nein, warme Creme ist zu dünn und die Apfelscheiben sinken ein. Außerdem gibt sie Dampf ab, der den Boden aufweicht. Die Creme muss vollständig durchgekühlt und schnittfest sein.

Warum bekommt die Creme beim Kühlen eine Haut?

Weil Feuchtigkeit von der Oberfläche verdunstet. Lege die Klarsichtfolie direkt auf die heiße Creme, ohne Luftspalt, dann bildet sich keine Haut und du musst später nichts abschöpfen.

Wie schneide ich die Tarte sauber?

Kühle sie mindestens zwei Stunden und nimm ein langes, dünnes Messer, das du zwischen den Schnitten in heißes Wasser tauchst und abwischst. So bleibt die Cremeschicht an der Schnittkante glatt.

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