Glatt eingestrichene Biskuittorte mit Buttercreme, Rosetten am oberen Rand und Schokoraspeln in der Mitte, ein Stück zeigt drei Böden

Biskuittorte mit Buttercreme

Diese Biskuittorte mit Buttercreme ist die klassische Geburtstagstorte aus dem deutschen Konditoreihandwerk: drei hauchzarte Biskuitböden, dazwischen samtige Vanille-Buttercreme, glatt eingestrichen und mit Rosetten am Rand verziert. Jeder Boden wird mit Zuckersirup getränkt, dadurch bleibt die Torte tagelang feucht und die Creme wirkt leichter, als sie ist. Sie sieht aus wie aus der Vitrine, braucht aber nur Handrührgerät, Spritzbeutel und ein bisschen Zeit. Die Torte, die man einmal richtig gelernt haben sollte.

16 StückePortionen
60 MinVorbereitung
30 MinBackzeit
90 MinGesamt

Warum dieses Rezept

  • Drei zarte Böden wie aus der Konditorei
  • Getränkter Biskuit bleibt tagelang saftig
  • Samtige Vanillecreme ohne rohes Ei
  • Rosetten und Schokoraspel als schlichte Deko
Biskuittorte mit Buttercreme — Zutaten

Zutaten

  • Für den Biskuit:
  • 6 Eier (Größe M)
  • 180 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Weizenmehl (Type 405)
  • 60 g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • Für den Tränksirup:
  • 100 ml Wasser
  • 60 g Zucker
  • 2 EL brauner Rum (optional)
  • Für die Buttercreme:
  • 500 ml Milch
  • 2 Pck. Vanillepuddingpulver (je 37 g)
  • 80 g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 350 g weiche Butter
  • 50 g Puderzucker
  • Zum Verzieren:
  • 50 g Schokoraspel
Biskuittorte mit Buttercreme — Zubereitung

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, den Boden einer Springform (26 cm) mit Backpapier belegen und den Rand nicht fetten. Die Eier mit Zucker, Vanillezucker und Salz 8 bis 10 Minuten auf höchster Stufe schlagen, bis sich das Volumen verdreifacht hat und die Masse fast weiß ist.
  2. Mehl, Speisestärke und Backpulver darüber sieben und in drei Portionen mit dem Teigschaber unterheben. Die Masse in die Form füllen und 30 Minuten backen, bis die Oberfläche goldgelb ist und auf Fingerdruck zurückfedert. Auf ein Gitter stürzen und vollständig auskühlen lassen, am besten über Nacht.
  3. Für den Sirup Wasser und Zucker aufkochen, 2 Minuten köcheln, abkühlen lassen und den Rum einrühren.
  4. Für die Creme die Milch mit Vanillemark, Schote und Zucker erhitzen. Das Puddingpulver mit etwas kalter Milch anrühren, einrühren und 1 Minute sprudelnd kochen. Den Pudding in eine flache Schüssel geben, Folie direkt auf die Oberfläche legen und vollständig auskühlen lassen, etwa 3 Stunden.
  5. Die weiche Butter mit dem Puderzucker 5 Minuten sehr hell und luftig aufschlagen. Den glatt gerührten Pudding esslöffelweise zugeben und nach jeder Portion 20 Sekunden weiter aufschlagen, bis eine seidige, gut streichfähige Creme entsteht.
  6. Den Biskuit mit Zahnstochern auf zwei Höhen markieren und mit einem Tortenbodenschneider oder einem Nähfaden in drei gleich hohe Böden teilen. Jede Schnittfläche mit dem Pinsel mit 2 bis 3 EL Sirup bestreichen.
  7. Den unteren Boden auf die Tortenplatte legen, ein Viertel der Creme darauf glatt streichen, den zweiten Boden auflegen, wieder ein Viertel Creme, dann den dritten Boden. Die Torte rundherum dünn mit Creme einstreichen und 20 Minuten kalt stellen, damit die Krümelschicht fest wird.
  8. Mit der restlichen Creme Oberfläche und Rand glatt einstreichen, die letzten 4 EL in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und 16 Rosetten auf den oberen Rand setzen. Die Mitte mit Schokoraspeln bestreuen und die Torte mindestens 2 Stunden kühlen, vor dem Servieren 20 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.
Tipp: Tränke jede Schnittfläche mit 2 bis 3 EL Zuckersirup, bevor die Creme darauf kommt. Biskuit enthält keine Butter und trocknet deshalb schon am Backtag aus – deswegen wirken selbstgemachte Buttercremetorten oft pappig, obwohl die Creme gelungen ist. Der Sirup zieht in die Poren ein, macht die Böden saftig und lässt die Torte insgesamt leichter schmecken.
Biskuittorte mit Buttercreme — Serviervorschlag

Variationen & Ersatz

Mit 2 EL Backkakao in der Hälfte der Buttercreme bekommst du eine zweifarbige Torte mit dunkler Mittelschicht. Wer es fruchtig mag, streicht auf den unteren Boden 4 EL Himbeerkonfitüre unter die Creme. Ein Esslöffel löslicher Espresso in der Creme macht daraus eine Mokka-Buttercremetorte. Statt Schokoraspeln passen auch geröstete Mandelblättchen oder fein gehackter Krokant auf die Oberfläche. Und für eine kleinere Torte halbierst du alle Mengen und backst in einer 18er Form etwa 22 Minuten.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank hält die Torte unter einer Haube vier bis fünf Tage und bleibt durch den Sirup saftig. Wichtig ist, sie immer 20 bis 30 Minuten vor dem Servieren herauszunehmen, denn kalte Buttercreme schmeckt fest und wachsig. Die Torte lässt sich auch gut einfrieren, am besten in Stücken auf einem Brett angefroren und dann einzeln verpackt, bis zu drei Monate. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und danach Zimmertemperatur annehmen lassen.

Häufige Fragen

Wie teile ich den Biskuit in drei wirklich gleich hohe Böden?

Backe ihn am Vortag, stecke auf zwei Höhen rundherum Zahnstocher als Markierung und arbeite mit einem Tortenbodenschneider oder einem langen Nähfaden. Der Faden folgt der Markierung genauer als jedes Messer und reißt den Biskuit nicht ein.

Meine Buttercreme ist zu weich, um sie glatt einzustreichen. Was tun?

Das passiert in warmen Küchen. Stell die Creme 10 Minuten in den Kühlschrank und schlage sie danach 30 Sekunden kurz auf, dann ist sie wieder streichfähig. Länger kalt gestellt wird sie zu fest und reißt den Biskuit beim Streichen an.

Warum ist meine Buttercreme gelblich und nicht weiß?

Das kommt von der Butterfarbe und vom Vanillemark und ist völlig normal. Wenn du es heller willst, schlage die Butter volle 5 bis 6 Minuten mit Puderzucker auf, dadurch wird sie sichtbar heller, und nimm Vanillearoma statt Schotenmark.

Wozu die dünne erste Cremeschicht rundherum?

Das ist die Krümelschicht. Sie bindet alle losen Biskuitkrümel und wird kurz kalt gestellt. Die zweite Schicht lässt sich danach spiegelglatt einstreichen, ohne dass Krümel in der Oberfläche sichtbar werden.

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