Runder Bratapfel-Käsekuchen mit sechs gefüllten Apfelhälften auf cremiger Quarkmasse, ein Stück herausgeschnitten auf dunklem Holztisch

Bratapfel-Käsekuchen

Bratapfel und Käsekuchen in einem einzigen Blech – cremige Quark-Schmand-Masse auf würzigem Spekulatiusboden, und obendrauf sitzen sechs halbe Äpfel, gefüllt mit Marzipan, Haselnüssen und Rumrosinen. Beim Backen karamellisiert die Apfelfüllung und der Saft zieht in die Creme. Die Küche riecht nach Zimt und Nelken, noch bevor der Kuchen fertig ist. Ein Winterkuchen, der einen ganzen Nachmittag trägt.

12 StückePortionen
40 MinVorbereitung
70 MinBackzeit
110 MinGesamt

Warum dieses Rezept

  • Bratapfel und Käsekuchen in einem Stück
  • Würziger Spekulatiusboden ohne Teigkneten
  • Die Apfelfüllung karamellisiert im Ofen
  • Füllt die ganze Wohnung mit Zimtduft
Bratapfel-Käsekuchen — Zutaten

Zutaten

  • Für den Spekulatiusboden:
  • 250 g Spekulatius
  • 110 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • Für die gefüllten Äpfel:
  • 3 säuerliche Äpfel (Boskop, je ca. 200 g)
  • 60 g Marzipanrohmasse
  • 40 g gehackte Haselnüsse
  • 40 g Rosinen
  • 2 EL brauner Rum
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL Zimt
  • 1 Msp. gemahlene Nelken
  • 20 g Butter
  • Für die Quarkfüllung:
  • 750 g Magerquark
  • 200 g Schmand
  • 160 g Zucker
  • 3 Eier (Größe M)
  • 1 Pck. Vanillepuddingpulver (37 g)
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • Zum Bestreichen:
  • 2 EL Apfelgelee
Bratapfel-Käsekuchen — Zubereitung

Zubereitung

  1. Die Rosinen mit dem Rum in einer kleinen Schale verrühren und mindestens 20 Minuten quellen lassen. Den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Springform (26 cm) am Boden mit Backpapier auslegen.
  2. Den Spekulatius in einem Gefrierbeutel mit dem Nudelholz fein zerdrücken. Die Butter schmelzen, mit den Krümeln und dem Salz mischen und die Masse mit dem Boden eines Glases fest in die Form drücken – dabei einen 3 cm hohen Rand mit hochziehen. Die Form 15 Minuten kalt stellen.
  3. Die Äpfel halbieren, das Kerngehäuse mit einem Teelöffel nur etwa 1 cm tief zu einer Mulde aushöhlen und die Schnittflächen mit Zitronensaft bestreichen. Die gewölbte Rückseite jeder Hälfte mit einem Messer kreuzweise etwa 5 mm tief einritzen.
  4. Marzipan grob raspeln und mit Haselnüssen, den abgetropften Rumrosinen, Zimt und Nelken verkneten. Die Mulden der Apfelhälften damit füllen und auf jede Füllung ein Stückchen Butter setzen.
  5. Für die Creme Quark, Schmand, Zucker, Vanillezucker und Puddingpulver glatt verrühren, dann die Eier einzeln unterrühren, bis eine dickflüssige, glänzende Masse entsteht.
  6. Die Masse in die vorbereitete Form geben, glatt streichen und die gefüllten Apfelhälften mit der Schnittfläche nach oben gleichmäßig hineinsetzen, sodass sie bis zur Hälfte in der Creme sitzen.
  7. Auf der unteren Schiene 70 Minuten backen. Die Creme ist fertig, wenn der Rand fest ist und die Mitte beim Rütteln nur noch minimal wackelt; die Apfelkanten sollten goldbraun sein.
  8. Den Kuchen im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür 40 Minuten ruhen lassen, dann auskühlen lassen. Das Apfelgelee erwärmen und die Äpfel damit dünn bestreichen, damit sie glänzen.
Tipp: Höhle die Apfelhälften nur etwa 1 cm tief aus und ritze die gewölbte Rückseite kreuzweise ein. Ganze oder tief ausgehöhlte Äpfel brauchen deutlich länger als die Quarkmasse – die Einschnitte lassen die Hitze in die Frucht, sodass Apfel und Creme nach denselben 70 Minuten gleichzeitig fertig sind und die Hälften beim Abkühlen nicht in sich zusammenfallen.
Bratapfel-Käsekuchen — Serviervorschlag

Variationen & Ersatz

Statt Spekulatius funktionieren auch Butterkekse mit 2 TL Lebkuchengewürz. Wer keinen Alkohol möchte, quellt die Rosinen in Apfelsaft. Anstelle von Haselnüssen passen gehackte Mandeln oder Walnüsse, und 30 g gehackte Zartbitterschokolade in der Füllung machen den Kuchen noch weihnachtlicher. Mit Birnenhälften statt Äpfeln wird eine feinere, süßere Variante daraus – dann die Backzeit um 10 Minuten verkürzen. Im Herbst schmeckt eine Handvoll gehackter Datteln in der Marzipanfüllung besonders gut.

Aufbewahrung

Der Kuchen hält sich abgedeckt im Kühlschrank drei bis vier Tage, wobei die Äpfel mit jedem Tag mehr Saft in die Creme geben. Der Keksboden bleibt am zweiten Tag noch knusprig, danach wird er weicher – deshalb am besten in den ersten 48 Stunden aufessen. Einfrieren empfiehlt sich hier nicht, weil die Apfelhälften beim Auftauen wässrig werden. Etwa 20 Minuten vor dem Servieren aus der Kälte nehmen und leicht mit Zimt bestäubt anbieten.

Häufige Fragen

Welche Apfelsorte eignet sich am besten?

Säuerliche, feste Sorten wie Boskop, Elstar oder Braeburn behalten beim Backen ihre Form und geben Kontrast zur süßen Creme. Mehlige Sorten wie Golden Delicious zerfallen und wässern die Quarkmasse durch.

Die Apfelhälften schwimmen beim Einsetzen obenauf – was tun?

Dann ist die Quarkmasse zu dünn. Rühre einen weiteren Esslöffel Puddingpulver ein und stelle die gefüllte Form 15 Minuten kalt, bevor du die Äpfel hineindrückst. So bleiben sie auf halber Höhe stehen.

Kann ich das Marzipan weglassen?

Ja, ersetze es durch 60 g gemahlene Mandeln plus 1 EL Honig, damit die Füllung noch bindet. Ohne bindende Komponente rutschen Nüsse und Rosinen beim Backen aus der Mulde in die Creme.

Wird der Keksboden vom Apfelsaft matschig?

Nur wenn er zu dünn ist. Mit 250 g Keksen und einem hochgezogenen 3 cm Rand entsteht eine Schicht, die den Saft abhält. Die 15 Minuten Kühlzeit vor dem Befüllen sind dabei entscheidend, weil die Butter dort fest wird und die Krümel versiegelt.

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